LJEM 2025/2026

Erfolgreiche Landesjugendeinzelmeisterschaften

Think Rochade erfolgreichster Verein bei der Bestenermittlung der Kinder und Jugendlichen

Traditionell fand in der ersten Winterferienwoche in Malchow die Landesjugendeinzelmeisterschaft statt. Von den 17 Qualifikanten konnten krankheitsbedingt leider nur 15 an den Start gehen. Diese beeindruckten allerdings auf ganzer Linie. Zwei Drittel der Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Schachzentrums brachten einen Pokal mit nach Hause. Erstmalig konnten wir 3 Landesmeistertitel erkämpfen und darüber hinaus 5 (!) Vizemeistertitel und 2 Bronzeplätze.

Damit waren wir der erfolgreichste Verein der Veranstaltung und das tolle Ergebnis der Vorsaison wurde bestätigt. Am Ende der Landesjugendeinzelmeisterschaften wurde Think Rochade nämlich als bester Verein der Saison 2024/2025 geehrt. Hier sammelten die jugendlichen Spielerinnen und Spieler in den einzelnen Wettbewerben der Vorsaison mehr Punkte als der zweitplatzierte und drittplatzierte Verein zusammen. Auch dies dürfte eine Premiere sein. Insgesamt gab es über 60 Punkte.

Und noch ein Rekord wurde gebrochen.

Insgesamt gab es für den Verein 6 Qualifikationsplätze für die Deutschen Jugendeinzelmeisterschaften:

U8:                       Filipp Rokhinson

U10w:                 Sara Zelenin

U10:                    Aljoscha Rokhinson

U12w:                Dimana Missova

U12:                     Johann Seegebrecht

U18:                    Maximilian Peilert

Kommen wir aber zur Landesjugendeinzelmeisterschaft.

Diese stand unter dem doppelten Jubiläum, 35 Jahre Schachjugend und 20 Jahre Landesjugendeinzelmeisterschaft in Malchow. Vielleicht könnte dies auch unsere Teilnehmerinnen und Teilnehmer besonders motiviert haben. Am ersten Spieltag gab es gleich eine tolle Festveranstaltung mit einem leckeren Buffet, an der noch einmal Resümee im Hinblick auf die vergangenen Jahre gezogen worden ist. Fast alle unserer Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren da noch gar nicht auf der Welt und so richtig sind wir eigentlich auch erst seit etwa 5 Jahren mit dabei.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erzielten in allen Runden mehr als die Hälfte der möglichen Punktzahlen. Am besten lief die dritte Runde, hier wurden 11,5 von möglichen 16 Punkten erreicht. Auch die vierte Runde war quotenmäßig sogar noch besser mit 11 aus 15 Punkten. Am Ende erreichten unsere Teilnehmerinnen und Teilnehmer 67 aus den 107 möglichen Punkten eine tolle Quote!

 U8

In der u8 musste Alina leider krankheitsbedingt passen. Sie hatte sich als u8-Landesmeisterin direkt qualifiziert.

Dafür war ihre Schwester Sara mit dabei, sie machte ihre Sache mehr als ordentlich und holte den zweiten Landesmeistertitel für die Familie Zelenin. Zwar waren die ersten beiden Partien gut, gingen aber verloren. Sara hielt bis ins Endspiel gut mit und machte dann allerdings die spielentscheidenden Fehler. Allerdings hatte sie auch starke Gegner. In der dritten Runde kam dann das direkte Duell gegen die einzige Konkurrentin um den Titel, hier hatte Sara in der Eröffnung Schwierigkeiten und geriet in Rückstand. Je länger die Partie aber dauerte, umso besser konnte sie ihre Figuren positionieren und schnürte ihre Gegnerin regelrecht ein. Daraus entstanden mehrere Figurenverluste ihrer Gegnerin und Sara konnte letztlich einen ungefährdeten Sieg davontragen. Trotzdem wurde es noch einmal spannend, da ihre Gegnerin sodann in der nachfolgenden Partierunde gewann und Sara verlor und ihre Gegnerin Sara wieder überholte. Allerdings drehte Sara jetzt erst richtig auf und gewann alle drei restlichen Partien hintereinander. Im Gedächtnis bleiben wird vor allem die fünfte Runde, in der Sara auf Nummer sicher ging, um nicht Patt zu setzen. Sie bot sämtliche Figuren bis auf zwei Türme dem Gegner an, positionierte ihre beiden Türme in einer Ecke, ihren König in der daneben liegenden Ecke und setzte dann schematisch Treppenmatt. Ein Highlight war dann die letzte Runde, in der Sara sogar den Drittplatzierten in der Gesamtwertung besiegen konnte. Damit war ihr auch der Landesmeistertitel bei den Mädchen sicher.

Tolle Partien spielten auch Aljoscha und Filipp Rokhinson. Beide erst seit wenigen Monaten im Schachzentrum dabei qualifiziert sich gleich für zweiten Deutschen Meisterschaften, nachdem sie bereits mit dem Team der Naturraumschule Kühlungsborn den Landesmeistertitel im Schulschach errungen hatten. Aljoscha begann wieder mit einem Remis, allerdings gegen einen der Favoriten. Dann spielte er konstant sicher und ungefährdet bis zu seinem Duell gegen den bisher Erstplatzierten und späteren Landesmeister. Gegen Ende des Mittelspiels hatte er einen nicht unerheblichen Vorteil, er stand qualitativ besser mit Springer und Läufer gegen Turm. Leider übersah er eine Fesselung und verlor seinen Springer. Trotz aufopferungsvollem Kampf gelang es ihm nicht das Blatt zu wenden und verlor. Trotzdem gab es am Ende einen tollen 2. Platz. Filipp kämpfte ebenfalls gut, er war der zweitjüngste Teilnehmer und holte insgesamt 4 Punkte und sicherte sich damit die Vorqualifikation für das nächste Jahr. Er kann in den nächsten beiden Jahren in dieser Altersklasse noch starten Auch bei ihm waren gute Kombinationen und sicheres Stellungsspiel sichtbar. Im Gegensatz zu seinem Bruder machte er aber noch mehr Fehler, die dann auch gegen ältere Spieler zum Partieverlust führen. Wir sind gespannt, wie es bei Filipp weitergeht, da er noch ein zweimal in dieser Altersklasse an den Start gehen kann und es dann vielleicht seinen Bruder nach oder noch besser machen. Darüber hinaus wird ihm wahrscheinlich der u8-Startplatz der Schachjugend MV für die Deutsche Jugendeinzelmeisterschaft zuerkannt werden.

U12

In der u12 gingen wir mit einigen Erwartungen an den Start, die sich zum großen Teil am Ende erfüllt haben. leider musste Paul Schröter auch krankheitsmäßig passen. Er spielte noch die Runden 2 und 3, dies sogar erfolgreich mit 1,5 Punkten, musste das Turnier dann aber abbrechen. Pavlo, Dimana und Johann waren im oberen Drittel der Rangliste gesetzt, nur Fridtjof Hornych aus Schwerin war vor ihnen. Insgesamt gab es spannende Spiele auch untereinander. Besonders beeindruckte dabei Dimana, die letztlich auf den dritten Gesamtrang kam und Landesmeisterin vor Emma Subocz wurde, an die sie eigentlich vor einem Jahr noch überhaupt nicht heranreichen konnte. Sie spielte insbesondere gegen Pascha, Johann und auf Fridtjof Remis und verlor keine einzige Partie. Eine kleine Überraschung bot auch Johann, der zwar sein Auftaktmatch verlor, dann aber kräftig aufholte. Er gewann unter anderem gegen Emma Subocz und das interne Duell gegen Pavlo. Auch er remisierte gegen den späteren Landesmeister und bot eine starke Vorstellung. Auch Pavlo spielte bis in die 7. Runde ein hervorragendes Turnier und überwand sämtliche Hürden bis auf das Spiel gegen Johann. Mit einem Sieg gegen Emma wäre er mit hoher Wahrscheinlichkeit Vizelandesmeister geworden, aufgrund seiner Buchholzwertung, die die höchste des Turniers war. Allerdings machte er in seinem letzten Spiel einen kapitalen Fehler und verlor seine Dame. Dies war umso trauriger, als dass er seine gute Turnierleistung nicht krönen konnte. Aber es gibt ja auch weitere Turniere und der am Ende 5. Platz bestätigt seine gute Leistung. Negativ fiel allerdings auf, dass die Konzentration, gerade im letzten Spiel nicht die war, die möglicherweise erforderlich gewesen wäre, um auch Landesvizemeister zu werden.

U14

In der U14. gab es aus Sicht des Schachzentrums die größte Überraschung, die Ben Blödorn mit seinem Vizelandesmeistertitel, punktgleich mit dem Landesmeister erreichte.

Seine einzige Niederlage musste er in der zweiten Runde gegen den Landesmeister hinnehmen. Als erster Spieler knüpfte er der Landesmeisterin einen halben Punkt ab, genauso wie der Vizelandesmeisterin und holte sich mit einem schnellen Sieg in der letzten Runde seine bisher beste Platzierung in einem Turnier überhaupt. Von seinem bisherigen Verein Kühlungsborn wurde er leider nicht im Hinblick auf sein Talent ausreichend gefördert und man verzögerte von dort sogar den Wechsel nach Rostock. Ben ließ sich davon aber nicht beeindrucken. Schon des Öfteren war es so, dass der Einstieg in das Schachzentrum einen großen Leistungssprung bei Spielerinnen und Spielern brachte und wir hoffen, dass dies bei Ben auch so weitergeht, der gerade im Training sehr viel Ehrgeiz und auch Regelmäßigkeit zeigt. Ben erzielte damit auch den größten DWZ-Gewinn aller Spielerinnen und Spieler des Schachzentrums mit fast 200 Punkten.

Des einen Freud ist des anderen Leid. Hierüber konnten Leni und Lukas ein kleines Lied singen. Aber schon vorweg, auch hier wird es wieder bessere Turniere geben. Dies insbesondere für Leni, die während des Turniers nicht so richtig in Schwung kam. Die beiden gewonnenen Spiele waren sehr gut gespielt und fehlerfrei. Auch die anderen Partien waren meistens bis in das Endspiel hinein korrekt, dann kann es allerdings oft zu kleinen Fehlern, die dann zu Niederlage führten. Kopf hoch, das Ergebnis spiegelt nicht den Leistungsstand von Leni wieder. Ähnliches gilt für Lukas, der sich durch einen Sieg gegen Leni in der letzten Runde noch etwas versöhnlich vom Turnier mit der Hälfte der Punkte verabschieden konnte. Lukas spielt zwar konzentriert, manchmal allerdings noch zu oberflächlich, obwohl er über eine große Routine im Spiel verfügt.

U16

In der U 16 konnte Eshwar an seine guten Leistungen der letzten Saison anknüpfen und holte hier ebenfalls den Vizelandesmeistertitel. Im direkten Duell gegen FM Jakob Hermann, der auch den Landesmeistertitel erreichte, war kein Durchkommen. Ansonsten war Eshwars Auftritt wie meistens geprägt von Spielwitz und guten Ideen, die letztlich auch zu dem starken Ergebnis führten.

Bei den jungen Damen wusste Ritu, dass sie es gegen Ronja Wilke und auch Tatevik Stepanjan schwer haben würde. Sie holte in diesem Jahr 4 Punkte und spielte konzentriert. So hätte sie in der letzten Partie durch einen Sieg über Ronja Wilke auch Landesmeisterin werden können. Mit Schwarz hatte sie es allerdings am Brett etwas schwerer und am Ende reichte es leider nicht. Dabei spielte sie von Anfang an auf Sieg, da ihr ein Remis nicht im Hinblick auf den Landesmeistertitel geholfen hätte, was die Angelegenheit noch etwas verkomplizierte. Am Ende blieb es auf aufgrund der schlechteren Buchholz Wertung dann ein dritter Platz. Ihre erste Landesjugendeinzelmeisterschaften erlebte Hanna und auch ihr erstes großes Land Schachturnier. Sie spielte meistens eine gute Eröffnung, machte dann aber Fehler. Oftmals war es ein Pingpongspiel, da auch ihre Gegner Fehler machten. Am Ende kam sie auf gute 3 Punkte, was allerdings für das nächste Jahr noch ausbaubar ist.

Für Ritu war die Landesjugendeinzelmeisterschaften darüber hinaus ein besonderes Ereignis, da sie zur Jugendsprecherin der Schachjugend MV mit einem tollen Ergebnis gewählt worden ist. Damit ist sie auch überhaupt die erste Jugendsprecherin, die Think Rochade überhaupt stellt. Wir wünschen ihr auf diesem Weg bereits jetzt viel Spaß und Erfolg.

Hanna wirkt übrigens auch seit einigen Wochen im Junior Team der Schachjugend mit. Auch hier wünschen wir gute Ideen und viel Spaß.

U18

Das beste Ergebnis und auch einen außerordentlich spannenden Wettkampf gab es in der u8. Hier gab es erstmalig einen Dreifachsieg durch Maximilian, Julian und Kim. Zwar standen alle drei bereits im oberen Teil der Startrangliste, allerdings machten sie es hervorragend und gewannen die wichtigen Spiele. Dabei mussten sie natürlich auch untereinander antreten. Maximilian konnte in der letzten Runde durch einen Sieg gegen Kim seinen Titel sichern. Kim konnte immerhin seinen dritten Platz halten und Julian gewann durch einen Sieg gegen den Greifswalder Mattis Brand in der letzten Runde punktgleich mit Maximilian den Vizelandesmeistertitel. Hiervon profitierten alle drei ganz offensichtlich aus ihrer Vorbereitung zur Jugendbundesliga und den entsprechenden Spielen. Alle drei konnten darüber hinaus ein fettes Plus an DWZ-Punkten erzielen. Kim ist im nächsten Jahr nicht mehr in der u18 dabei, mal sehen, ob es dann Julian und Maximilian oder vielleicht auch noch andere Teilnehmerinnen oder Teilnehmer aus dem Schachzentrum schaffen, diesen tollen Erfolg zu wiederholen,

Im U 25 Turnier hatten wir keine Starter, was vielleicht noch ein kleiner Verbesserungsbedarf sein könnte. Auch dieser Titel ist nicht unumkämpft und letztlich auch ein Landesmeistertitel und fließt auch in die Bewertung des besten Vereins mit ein.

Mit dem Gesamtergebnis können wir also mehr als zufrieden sein und beglückwünschen noch einmal alle Pokalgewinnerinnen und -gewinner aber auch alle weiteren Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu dieser tollen Meisterschaft.

Auch hier wird es schwer sein, im nächsten Jahr anzuknüpfen, wir werden es aber versuchen.

Nebenbei:

Zwar hatten wir im Fußball diesmal nicht ganz so viel Erfolg und mussten trotz entsprechender Führung wieder Torgelow den Siegesplatz überlassen, dafür gab es durch Eike ein Sieg im Betreuerturnier, den er in der letzten Runde in eine Art Finale zwischen Christian und ihm perfekt machte.

Jens Vollendorff gewann mit einem großen Vorsprung das Skatturnier.

Julian und Maximilian konnten ihre Stellung als wohl beste Spieler des Gesamtturniers durch den Sieg im Blitz-Schachturnier (Fischer-Random) bestätigen.

Eike und Kim belegten etwas unglücklich den zweiten Platz im Tandemturnier.

Das Schachzentrum war also auch in den „Nebenwettbewerben“ vorne mit dabei.

Tolles Erlebnis und Dankeschön

Neben den Erfolgen war es allerdings auch besonders wichtig, dass die Kinder und Jugendlichen Kontakte zu Gleichaltrigen aus den anderen Vereinen knüpfen konnten und vor allem Spaß und Freude hatten. Viele sahen sich seit längerer Zeit wieder und konnten sich dementsprechend auch austauschen. Dies gilt auch für die Betreuer und Trainer als auch die Eltern, die einen guten Eindruck über die Möglichkeiten des Schachspiels und die Landesjugendeinzelmeisterschaften gewinnen konnten.

An die Eltern gilt nochmals ein großer Dank, die nicht nur ihre Freizeit opferten und auch die Teilnahme finanzierten, sondern natürlich auch moralisch unterstützten, wenn es nicht einmal so lief.

Im nächsten Jahr wollen wir versuchen mit noch mehr Teilnehmern anzutreten, auch in der U25. Es gibt möglicherweise auch einige Änderungen in der Qualifikation und vielleicht wagen sich auch diejenigen, die noch nicht so im Langschach aktiv sind, auch einmal in diesen Bereich.